Tagesfahrt: Eine Tagesfahrt bietet sich vor allem für Pädagogen, Lehrer oder Mitarbeiter von pädagogischen Einrichtungen an, welche eine Zusammenarbeit mit dem NINIVE e.V. planen und das Schiff und seine Möglichkeiten für die Arbeit mit Jugendlichen kennenlernen möchten.

Wochenendtörn: Wochenendtörns werden gerne von Konfirmandengruppen u. Ä. genutzt. Hierbei handelt es sich im eine kleine Reise z.B. über ein Wochenende, oder eine Kurzwoche von Montag bis Donnerstag, bei der man das Schiff und die nähere Umgebung der Schleimündung kennenlernen kann. Im Vordergrund steht entspanntes Segeln und Zeit genug, die Augen offenzuhalten für alle neuen Eindrücke. Ein Schnuppertörn bietet sich auch für Gruppenleiter/Lehrer an, um vor einer größeren Reise in medias res zu gehen und mit besserem Background eine realistische Projektplanung machen zu können.

Meilentörn: Diese Art von Segeltörn steht im Zentrum der pädagogischen Arbeit des Vereins, das sie die intensivsten Segelerlebnisse und sozialen Erfahrungen für Jugendliche bieten. Hier wird in Wachrythmus von jeweils 4 Stunden Tag und Nacht geradeaus gefahren - ohne jeden Tag einen Hafen anzulaufen. Abwechselnd steuert man das Schiff, schläft, ißt, erledigt kleinere Arbeiten, die immer mal an Bord anfallen oder liegt einfach träumend im Klüvernetz. Meilentörns sollten mindestens eine Woche lang gehen, und können z. B. je nach Wetter zum Beispiel rund Fünen oder nach Rügen führen. Bei zwei oder gar drei Wochen kann die schwedische Küste mit ihrem unvergleichlichen Schären angepeilt werden. Die Wahl der Route wird von der Gruppe in Absprache mit der Schiffsführung entschieden. Die Zahl der Mannschaftsmitglieder sollte 16 Personen nicht überschreiten.

Projekttörns: Diese Reisen werden durchgeführt, um ein bestimmtes Thema zu behandeln. Dies bietet sich für Jugendgruppen, vor allen Dingen aber Schulklassen an, die innerhalb eines bestimmten Themas den Unterricht mit dem Törn verbinden. In der Schule kann vor- und nachbereitet werden. Bestimmte Praktika, wie Vermessungen oder Navigation können gut mit dem Unterricht verbunden werden und drängen sich an Bord eines Segelschiffes geradezu auf. Eine Reise mit dem Schiff steht im Hintergrund, so daß auch zahlenmäßig starke Klassen von bis zu 30 Personen mit Hife von Basislagern an Land das für die Schüler passende Projekt durchführen können. Mit kleineren Gruppen, die in ganzer Personenzahl auf dem Schiff Platz finden, können politische Themen, insofern auf den Ostseeraum zugeschnitten, behandelt werden. Dies können ebensogut geschichtliche oder geographische Seminare sein. Wichtig bei Projekten, die das Schiff stärker zu Grunde legen, ist eine gründliche gemeinsame Vorbereitung der Projektleitung und Schiffsführung.

Segeln ohne Motor: Mit dieser Art von Meilentörn haben wir vor zwei Jahren im Rahmen eines Pfadfinder-Projektes begonnen und sind seitdem nicht mehr davon losgekommen. Gesegelt wird hier explizit ohne alle (nicht Sicherheitsrelevante) Technik. Der Motor bleibt aus, das GPS ebenfalls und dann geht die Reise dorthin, wohin der Wind einen führt. Die Navigation kann auf der Ostsee meist mit dem Peilkompass geleistet werden - aber auch ein Sextant ist an Bord. Und auch die Hafenmanöver werden unter Segeln und mit Hilfe von Dinghi und Verhol-Leinen gemeistert.